Heimstättervereinigung Steenkamp e.V. gegr. 1920

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Meine Zeit in der Ebertallee 1964 – 1977

aus dem Steenkamper 1/2020
Ergänzend zu dem Artikel „Erinnerungen“
von Karin und Horst Henze
im Steenkamper 2/2012

Heinz Burmeister aus Oldenfelde schreibt uns:
Meine Zeit in der Ebertallee 1964 – 1977 (und indirekt bis 2003)
Angeregt von dem Artikel „Erinnerungen“ von Karin und Horst Henze,
denke ich an die vielen kleinen Läden und Lokale zurück, die ich in meinen Jahren am Steekamp besucht habe.
Angefangen von dem Bäckerladen am Osdorfer Weg neben meiner Schule. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Bäckersfrau „Oma Timm“ genannt. Dort gab es Negerkuss-Brötchen.
Daneben war wohl noch ein Geschäft oder evtl. Saga-Büro. Auf der anderen Seite des Grotenkamps war der Laden von Elektro-Teichmann. Im Riemenschneider Stieg dann 2 Läden oberhalb der Treppe, waren es Milch und Lebensmittel? 
An der Ecke Osdorfer Weg – Ebertallee der Friseur Salon Pietsch und eine Drogerie.
Auf der anderen Seite der Ebertallee ein Lebensmittelgeschäft und um die Ecke zum Osdorfer Weg ein Gemüsegeschäft und ein Tabakwaren-Laden.
Ausserhalb der Steenkamp-Siedlung aber in direktem Umfeld: An der Kreuzung Kalkreuthweg – Ebertallee, gleich hinter der Melanchton-Kirche gab es in den 60er Jahren einen Lebensmittel-Laden und gegenüberliegend einen Bäcker und unser Schuster der sich dort bis in die 80er Jahre hielt.
In der Siedlung war der kleine Laden von Kähler die erste Anlaufstelle für Salinos und Salmilollys usw. In der Pro wurde gerne eingekauft, die Einzelläden an der Vogelweide waren etwas vor meiner Zeit. Das Geschäft von den Viehstädts im Veit-Stoß-Weg war für mich immer etwas abseits, ich war dort nur sehr selten. Dafür wurden in den 70er Jahren im Lindenkrug bei Hans Ruppenstein einige Stiefel geleert. Auch gab es dort immer Bockwurst mit Butterbrot und Gewürzgurke. 
Falls der Lindenkrug schon zu hatte, mußte man die Siedlung verlassen und im Seehof am Bahrenfelder See bei Dieter Schulze einkehren, da gab es am späten Abend noch leckere Gulaschsuppe. War der Seehof schon geschlossen – das Old-Hamburg in der Silcherstraße hatte immer noch auf.
Kuno der Wirt bereitete neben dem Schankbetrieb auch mal ein Steak mit Beilagen um 1 oder 2 Uhr Morgens zu!
Die Läden im Bereich Trabrennbahn wurden von den Henzes schon ausführlich beschrieben, wie ich sie auch kenne. Tapeten und Tapetenleisten wurden von meinen Eltern aus Mustebüchern von Thomsen ausgesucht. Gegenüber von Thomsen, Ecke Kielkamp, gab es u.a. ein Fischgeschäft in dem meine Mutter öfter einkaufte. Meine Erinnerungen an die Drogerie bestehen aus dem Einkauf von Silvesterfeuerwerk mit meinem Vater. Im Zeitungsladen habe ich damals regelmäßig Romanhefte gekauft. Als der Imbiß eröffnet hatte, waren wir regelmässige Kunden, gerne Pommes mit dem hervorragenden Ketchup, ob mit oder ohne Currywurst hing von der finanziellen Lage ab. 
Im Radiogeschäft daneben haben wir Schallplatten gekauft, später kaufte mein Vater dort sein Fahrrad. Im Kiosk an der Ecke gab es verschiedenste leckere Sachen für zwischendurch. Lakritzpulver in Kunststoffröhrchen habe ich dort kennengelernt. Bei Frau Marckmann konnte man als Kind Zigarettenattrappen zum spielen bekommen. Bei Edeka habe ich oft für das Familienfrühstück eingekauft, die Brötchen dann natürlich bei Rögner. Die Spezialitäten der Bäckerei Rögner sind mir in guter Erinnerung. Bei Conrad und dem Gemüseladen war ich selten. Dann schon eher beim Schlachter Lewerenz.
Einiger der aufgezählten Läden sind auf den Dias meines Vaters zu entdecken.

Eine schöne Zeit.
Heinz Burmeister Okt. 2019